Das Herz-Kreislauf-Spiel
10.000 Euro Preisgeld beim Wettbewerb "Was macht gesund?" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2011

Das Team hinter dem Konzept „Aktionsspiel Herz-Kreislauf“ des Centrums für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz zählt zu den insgesamt 15 Gewinnern beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Was macht gesund?“ und erhält 10.000 Euro für die Um-setzung ihres Projektes im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunikationsprofis und Wissenschaftlern wählte die 15 besten Projektideen zur Ver-mittlung der Gesundheits-forschung. Gesucht waren kreative und origi-nelle Ideen für öffentlichkeitswirksame Formate, die zeigen, welche Forschungsaktivitäten rund um die Gesundheit Studierende in Deutschland beschäftigen.
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Projektbeschreibung
Das Projekt „Herz-Kreislauf-Spiel“ beschäftigt sich mit Gesundheitsprävention im Hinblick auf kardiovaskuläre Erkrankungen besonders bei Kindern und Jugendlichen.
Durch ein Spiel sollen die Kinder und Jugendlichen Bestandteile ihres eigenen Herz-Kreislauf-Systems kennen- und verstehen lernen. Nach dem Prinzip „learning by doing“ werden mehrere Spielstationen durchlaufen. Vom Wasserpumpen als Verdeutlichung der Pumpfunktion des Herzens, über das Krabbeln in Stofftunneln, welche Venen und Arterien darstellen, „Hau-den-Lukas“, als Herzkontraktion und einem Lungenfunktionstest, zur Darstellung der Funktion der Lunge, werden die Kinder zum aktiven Lernen angeregt. In einer anschließenden Frage- und Antwort-Runde soll ihr Wissen gefestigt werden und ein besonderer Fokus auf die Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen gelegt werden, um aktive Gesundheitserhaltung zu fördern.
An Lernstationen besteht zudem die Möglichkeit, interaktiv über Krankheitsbilder und Risikofaktoren zu lernen. Der BMI wird berechnet und durch Rucksäcke eine Gewichtszunahme simuliert, um so den Risikofaktor Adipositas, der in den letzten Jahren zunehmend auch Kinder und Jugendliche betrifft, zu thematisieren. Die physiologische Funktion von Herzklappen und pathologische Veränderungen werden plastisch an einer weiteren Station thematisiert. Weitere Risikofaktoren wie Rauchen und Asthma werden simuliert, um so deren Pathophysiologie nachzuvollziehen.
Der Fortschritt in Wissenschaft und Forschung wird in Schaukästen durch den Vergleich „gestern“ und „heute“ gegenübergestellt. Alte Herzklappen und implantierbare Defibrillatoren werden mit den aktuellen verglichen, um so die Modernisierung in der Medizin zu verdeutlichen. Auch der Diagnostik ist ein Bereich gewidmet. Als Anschauungsmaterial dienen hier klassische Röntgenbilder im Vergleich zu 2D- und 3D-Ultraschallaufnahmen.
Außerdem stehen hier Wissenschaftler/innen im Mittelpunkt, die sich den Fragen der Teilnehmer/innen stellen. Dieser Bereich ist vor allem für ältere Jugendliche und Erwachsene interessant. Schautafeln laden zur Vertiefung der jeweiligen Thematik ein und stellen sowohl die Physiologie als auch die pathologischen Veränderungen mit Therapieoptionen dar.
Ein besonderer Fokus liegt auch hier auf der Präsentation von Risikofaktoren, denn nur durch aktive Mitarbeit an der Prävention können Kinder und Erwachsene kardiovaskuläre Erkrankungen vorbeugen bzw. eine Verschlechterung verhindern.
Projektteam

- (von links nach rechts) Univ.-Prof. Thomas Münzel, Magnus Gees, Lea von Bialy, Thilo Weckmüller, Teresa Peter
